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Fahrner schockt die JWRC-Konkurrenz

Um ein Haar wäre den Teamchefs der eingeschriebenen Hersteller in der Super 1600-Weltmeisterschaft der Kuli aus der Hand gefallen, als sie vor den Monitoren die erste Bestzeit für sich notieren wollten. Keiner der bezahlten Profis fuhr am schnellsten durch die Weinberge, sondern der zuletzt gestartete Opel Corsa von Markus Fahrner stand ganz oben auf der Ergebnisliste.

Was die Herrschaften von Citroen und Suzuki für eine Eintagsfliege hielten, entpuppte sich aber als die größte Überraschung der Deutschland-Rallye. Denn auch auf der zweiten WP landete der Waiblinger auf einem nie für mögliche gehaltenen dritten Rang, das gleiche Spiel wiederholte sich auf zwei weiteren Etappen am ersten Rallyetag. Und hätten nicht zwei Plattfüße auf den verbleibenden Sonderprüfungen für unglückliche Zeitverluste gesorgt, hätte Fahrner auch gut und gerne am ersten Etappenziel die Nummer eins sein können.

Während sich KDS-Chef und Fahrner-Förderer Dieter Schneppenheim schon mal mit den Zeitenlisten auf den Weg zu diversen Herstellern machte, um für den momentan führenden in der deutschen Super 1600-Meisterschaft die Werbetrommel zu rühren, ließ sich Fahrner auch auf den Saarland- und Baumholder-Prüfungen nicht unterkriegen. Obwohl die Werksteams von Citroen und Suzuki allesamt mit neuesten Geräten am Start waren, konnte Fahrner mit seinem drei Jahre alten Opel Corsa die Zeiten der Spitze mitgehen. Daniel Sordo und Chris Meeke wechselten sich in ihren C2-Citroen scheinbar locker mit Bestzeiten ab, dahinter preschte Fahrner aber immer wieder zum Erstaunen aller vor die Werkswagen der Japaner.

Zufrieden und optimistisch starteten Fahrner und Wenzel auch den dritten und letzten Tag des einzigen WM-Laufes in Deutschland. Doch nach einer weiteren vierten Gesamtzeit verabschiedete sich zwei Prüfungen vor dem rettenden Service der zweite Gang. "Kaum zu glauben, dass wir damit immer noch eine sechste Zeit fahren konnten", meinte der schnelle Schwabe nach der Rallye. Leider konnte der Defekt nicht in der vorgeschrieben Zeit behoben werden und um nicht mehr als nötig kaputt zu machen, stellte Fahrner den Wagen ab. "Jammerschade, dabei wäre ich so gerne im Konvoi nach Trier gefahren, um mich unter der Porta Nigra feiern zu lassen", sagt Fahrner.

Der nächste Einsatz für das schnelle Gespann ist schon in zwei Wochen. Dann geht es bei der Thüringen-Rallye wieder um DM-Punkte. Wenn da alles nach Plan läuft, könnten die beiden rund um Pößneck einen großen Schritt in Richtung Gewinn der Deutschen Super 1600-Meisterschaft machen.

Fotos: Peter Göbel  

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